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15. September 2020 - Pressemitteilung

Der Wasser- und Abwasserverband „Panke/Finow“ erfährt über Mail eines Referenten des Landesamts für Umwelt von Beanstandungen am Notauslassbecken Waldfrieden

 

BERNAU BEI BERLIN. Mitunter geschehen seltsame Dinge: So erfährt beispielsweise der Wasser- und Abwasserverband „Panke/Finow“ (WAV) über eine Mail an seine Geschäftsstelle, dass das Landesamt für Umwelt vom Landeskriminalamt (LKA) um eine abwassertechnische und abwasserrechtliche Bewertung des Notauslasses im Bernauer Ortsteil Waldfrieden ersucht worden ist. Diese Mail ging parallel an 15 weitere Adressaten, beantwortet inhaltlich jedoch nicht das gewünschte Ersuchen des LKA, sondern enthält Behauptungen und Forderungen, die teilweise sachlich falsch sind. Daniel Nicodem, Verbandsvorsteher des WAV, ist erstaunt über diese Vorgehensweise und stellt die Fakten klar:

  • Das Notauslassbecken im Bernauer Ortsteil Waldfrieden ist ein Sicherheitsmodul für den Notfall. Es kann Abwasser kontrolliert aufnehmen, sollte es an der 14 Kilometer langen Druckleitung, über die das Abwasser der rund 50.000 Einwohner von Bernau, Biesenthal, Rüdnitz und Melchow in das Klärwerk Schönerlinde der Berliner Wasserbetriebe transportiert wird, zu einer Leckage kommen.
  • Das Notauslassbecken wurde im Jahr 2019 saniert und sein Fassungsvermögen dabei vergrößert. Die baulichen Maßnahmen wurden erforderlich, um die Sicherheit bei dem durch das Bevölkerungswachstum steigenden Abwasservolumen und den häufigeren Starkregenphänomenen weiterhin gewährleisten zu können. Sanierung und Erweiterungen des Beckens entsprechen den baurechtlichen Vorgaben. Das Notauslassbecken ist von den Baubehörden abgenommen worden. Eine Umzäunung war nicht gefordert. Das Gelände liegt mitten im Wald, rund 1,5 Kilometer vom Ort entfernt. Es führt lediglich ein für den öffentlichen Verkehr gesperrter Waldweg in der Nähe vorbei.
  • Der WAV hat eine wasserrechtliche Genehmigung zur Einleitung von Abwässern in das Becken. Jede Ausleitung in das Becken wird genau dokumentiert und der Unteren Wasserschutzbehörde gemeldet. In dieser Meldung sind auch die eingeleiteten Mengen exakt beziffert.
  • Zudem führt der WAV regelmäßig ein Grundwassermonitoring durch. Im Vorfeld der Sanierung des Beckens ist auch die Fließrichtung des Grundwassers untersucht worden. Es fließt nicht in Richtung der Brunnen des Wasserwerks Schönow.
  • Beim WAV wie bei der Unteren Wasserbehörde hat der Umweltschutz oberste Priorität. So findet in diesem Jahr auch noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung des Beckens statt; diese Maßnahme ist heute üblich und Teil der Baugenehmigung.
  • Die Gitterrostabdeckung des Zulaufschachtes ist zu jedem Zeitpunkt gesichert gewesen. Das Abnehmen der Abdeckung verhindert ein fest verschraubter Bolzen, anstatt der üblicherweise oft verwendeten Vorhängeschlösser.
  • Es gab in diesem Jahr insgesamt vier Ausleitungen in das Notauslassbecken Waldfrieden:
    • Zwei im Zusammenhang mit der Sanierung der Abwasserdruckleitung. Sie waren erforderlich, um die alte Leitung in die neue umbinden zu können. Zum Umbinden des 2. Bauabschnitts wurde am 20. Februar 2020 eine Einleitung vorgenommen; zum Umbinden des 3. Bauabschnitts am 17. Juni 2020.
    • Eine weitere Einleitung war erforderlich am 7. Juli 2020 durch Baumaßnahmen am 3. Bauabschnitt.
    • Und am 30. August 2020 gab es Starkregen. Um die Druckleitung zu entlasten, wurde das Becken kurzfristig genutzt. Dieses Abwasser war sehr stark mit Regenwasser verdünnt.
    • Alle Ausleitungen sind dokumentiert und der Unteren Wasserschutzbehörde gemeldet.
  • Das Notauslassbecken ist so konzipiert, dass das ausgeleitete Wasser langsam versickert. Deshalb werden auch der Boden und das Grundwasser regelmäßig überwacht. Die Fläche, in der sich das Notauslassbecken befindet, ist nicht unbelastet. Dort wurde zu DDR-Zeiten Abwasser systematisch regelmäßig verrieselt, so heißt der Fachausdruck für das geregelte Versickern lassen von Wasser in Boden.
  • Das Notauslassbecken wird nur für Notfälle an der Abwasserdruckleitung verwendet. Es gibt keine weiteren Einleitungen von Dritten.

Der WAV und sein Geschäftsbesorger legen großen Wert auf einen ordnungsgemäßen Betrieb ihrer Anlagen und den Schutz der Umwelt. Schon von daher wünscht sich der WAV auch einen verantwortungsbewussten Umgang mit Informationen. „Wir halten uns an rechtliche Vorgaben und arbeiten eng mit den Wasserschutzbehörden und anderen Aufsichtsorganen zusammen. Uns obliegen Aufgaben der Daseinsvorsorge, diese erfüllen wir mit kompetenten Mitarbeitern, die ihre Tätigkeiten mit großer Sorgfalt erfüllen“, erklärt Daniel Nicodem.

 

Kontakt:          
Wasser- und Abwasserverband „Panke/Finow“
Der Verbandsvorsteher
Breitscheidstraße 45
16321 Bernau bei Berlin

 

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